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Entwicklung einer rezyklierbaren Sauberlaufmatte und eines Verfahrens zur Trennung der Rohstoffe

Sauberlaufmatten dienen in Eingangsbereichen dazu, Schmutz und Feuchtigkeit von Schuhsohlen zu entfernen. Dies dient nicht nur einer verringerten Anschmutzung der angrenzenden Bodenbeläge, sondern schützt die Bodenbeläge auch vor Verschleiß. Somit sorgen Sauberlaufmatten für den Werterhalt und die Verlängerung der Nutzungsdauer von Bodenbelägen. Dies reduziert die Reinigungkosten und die Renovierungskosten durch verlängerte Erneuerungsintervalle. Eine weitere wichtige Funktion von Sauberlaufmatten ist die Verringerung der Rutschgefahr im Gebäude. Eine hochwertige textile Sauberlaufmatte, auch Schmutzfangmatte genannt, besteht in der Regel aus einer Gummirückenschicht, einem Träger aus Polyestergewebe oder -vlies und einem Pol aus Polyamidgarn. Da die Gummirückenschicht fest mit der Oberseite (Träger und Pol) verbunden ist, ist eine Trennung der einzelnen Komponenten, z.B. nach Nutzungsende der Matte, nicht möglich. Ein Wiederverwenden der Rohstoffe ist somit ausgeschlossen. Sauberlaufmatten werden daher meist der thermischen Verwertung zugeführt und wertvolle Rohstoffe werden verbrannt.

Um dies zu verhindern, ist das Ziel des Projektes „SauberKREISLAUFmatte“ eine rezyklierbare Sauberlaufmatte zu entwickeln. Hierfür ist eine Textilkonstruktion aus nur einer Materialkomponente notwendig. Besonders innovativ ist die Entwicklung der Trennschicht zwischen Textilkonstruktion und Gummirückenschicht, die den Wasch- und Trocknungszyklen der Sauberlaufmatten standhält und trotzdem eine einfache Trennung der Komponenten nach Nutzungsende durch spezielle Trigger erlaubt. Zudem wird ein Verfahren erarbeitet, mit dem die einzelnen Rohstoffe wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können. Die qualitativen, sicherheitstechnischen und gesundheitlichen Eigenschaften der neuen SauberKREISLAUFmatte sollen dabei mindestens dem Stand der Technik entsprechen.

Abbildung: Aufbau und Verwertung von Sauberlaufmatten. oben: aktuell, unten: geplant

Förderprogramm und Projektnummer

ZIM ZF4209905DN9

Laufzeit

01.03.2020 – 28.02.2022

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Karolina Jagla, M. Sc.

Projektleiterin

Telefon: +49 241 9679-135

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