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Historie

Das 1964 als „Deutsches Teppichforschungsinstitut e.V.“ gegründete Institut ist seit fast 60 Jahren unter dem Motto „Testen, Forschen, Informieren“ der kompetente Partner für die Forschung, Prüfung und Zertifizierung im Bereich der Boden- und Wandsysteme sowie weiterer Produkte der Innenraumgestaltung.

Bis in die 80er Jahre hinein konzentrierte sich die Arbeit des Institutes vorwiegend auf Material- und Brandprüfungen von textilen Bodenbelägen, aber auch Möbelstoffen. Die Forschung erfolgte vorwiegend in den Bereichen Gebrauchseigenschaften, Verschleiß, visuelle Aspekte sowie Treppen- und Stuhlrolleneignung von Teppichbodenaufbauten aller Art. Die Ergebnisse dieser Forschung bilden noch heute die Grundlage für die weltweite Qualitäts- und Gebrauchseinstufung von Teppichböden.

Seit Ende der 80er Jahre beherrschten die Themen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes mehr und mehr die Aktivitäten des TFI. Das TFI führte umfangreiche Forschungsarbeiten zu den Themen Emissionen und Schadstoffe in Teppichböden durch. Die Ergebnisse dieser Forschung bildeten die Grundlage für das GUT-Signet der 1990 gegründeten Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden (GUT). Das Institut setzte ebenfalls deutliche Akzente in der Erforschung der Tuftingtechnologie und beschäftigte sich mit Beschichtungen, dem Scherprozess und dem Recycling.

Da das Prüf- und Zertifizierungsgeschäft stetig an Umfang und Bedeutung gewann, wurde im Jahre 2000 die Textiles & Flooring Institute GmbH als 100%ige Tochter des Deutschen Teppichforschungsinstitutes e.V. gegründet. 2007 wurde das „Deutsche Teppichforschungsinstitut e.V.“ umbenannt in „TFI – Deutsches Forschungsinstitut für Bodensysteme e.V.“

2010 erfolgte die Anerkennung des Institutes als An-Institut der RWTH Aachen unter dem neuen Namen „TFI – Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V.“ Seither ist das TFI nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre tätig. Das Institut übernahm einen Lehrauftrag am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen (ITA), um angehende Ingenieure in den Bereichen textile Bodenbeläge, Heimtextilien und Bauprodukte zu qualifizieren. Die beiden Institute arbeiten bereits viele Jahre in der Forschung eng zusammen. Durch die Ernennung des TFI zum An-Institut der RWTH konnte diese langjährige Kooperation noch weiter intensiviert und ausgebaut werden.

2014 feierte das TFI sein 50-jähriges Bestehen in historischem Ambiente im Schloss Rahe in Aachen mit zahlreichen Gästen u.a. aus den Bereichen Industrie, Forschung und Verbände.

2016 zählte das TFI zu den Gründungsmitgliedern der „Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V.“ mit Sitz in Berlin. Mit diesem Zusammenschluss finden etwa 130 Einrichtungen der industrienahen Forschungspartner des Mittelstandes ein gemeinsames Sprachrohr und die Bündelung gemeinsamer Interessen. Ebenfalls im Jahre 2016 wurde die GmbH umbenannt von „Textiles & Flooring Institute GmbH“ in „TFI Aachen GmbH“.

Mit diesen Namensänderungen öffnete sich das TFI für die Forschung, Prüfung und Zertifizierung aller Bauprodukte für den Innenraum. Auch in Zukunft will das Institut diesem Systemgedanken weiter folgen. Forschungsaufgaben und Dienstleistungen betreffen zunehmend den Innenraum als Ganzes, also Boden-, Wand- und Deckensysteme sowie Einrichtungsgegenstände in Bauten und Fahrzeuge.

TFI Aachen GmbH

Als modernes Dienstleistungsunternehmen ist die TFI Aachen GmbH vornehmlich mit der Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Bauprodukten sowie dem Technologietransfer befasst. Den Schwerpunkt bildet dabei der Innenausbau. Die Prüfung und Zertifizierung umfasst Sicherheits-, Gesundheits- und Qualitätsaspekte. Die TFI Aachen GmbH ist 100%tige Tochter des TFI e.V.

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte bilden dabei:

  • Brandprüfungen
  • Emissionsprüfungen
  • Schadstoffanalysen
  • Schallprüfungen
  • Wärmeprüfungen
  • Funktionsprüfungen

Akkreditierungen und Benennungen

Das TFI verfügt u.a. über folgende Akkreditierungen und Benennungen:

  • Akkreditierung als Prüfstelle nach ISO 17025
  • Akkreditierung als Zertifizierungsstelle nach ISO 17065
  • Notified Body für EU-Bauproduktenverordnung (Notifizierungs-Nr. 1658)
  • Notifizierung für EN 13813 (Estrichmörtel und Estrichmassen)
  • Notifizierung für EN 14041 (Elastische, textile und Laminat- Bodenbeläge)
  • Notifizierung für EN 14342 (Parkett und Holzfußböden)
  • Notifizierung für EN 14904 (Sportböden)
  • Notifizierung für EN 15102 (Dekorative Wandbekleidungen)
  • horizontale Notifizierung für Brandverhalten
  • horizontale Notifizierung für Emission von gefährlichen Stoffen
  • horizontale Notifizierung für Schallschutzeigenschaften
  • Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle im Rahmen bauaufsichtlicher Zulassungen (DIBt)
  • Prüf- und Überwachungsstelle für das Warenzeichen TÜV PROFiCERT-product Interior
  • Prüf- und Überwachungsstelle für das GUT-Signet
  • Prüfstelle für die Einstufung von textilen Bodenbelägen, Matratzen, Polstermöbeln, elastischen Bodenbelägen und Verlegewerkstoffen nach RAL (Blauer Engel)

TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V.

Die vorwettbewerbliche Forschung des TFI erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus vom Einsatz der Rohstoffe über die Herstellung, Installation, Nutzung sowie die Verwertung am Ende der Nutzungsphase. Ein Schwerpunkt ist die Optimierung der Prozesse im Hinblick auf Produktionsgeschwindigkeit, Flexibilität und Fehlerfreiheit. Vorrangig werden dabei die Aspekte Qualität, Ökologie und Ökonomie sowie deren Wechselwirkungen beleuchtet.

Im Rahmen der Gemeinschaftsforschung finanziert das Forschungskuratorium Textil e.V. aus Mitteln der AiF und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) umfangreiche mehrjährige Forschungsprogramme. Auch die Europäische Union sowie das Land Nordrhein-Westfalen fördern Projekte, die als Produkt- und Technologieinnovation der Industrie neue Impulse geben.

Als Institut an der RWTH Aachen ist das TFI auch in der Lehre tätig und trägt somit zur Ausbildung von Nachwuchskräften für die Industrie bei. Die Gremien des TFI sind Mitgliederversammlung, Vorstand, Beirat sowie Wissenschaftlicher Beirat.