TFI startet neues Forschungsprojekt

PPfit - Permanente schmutzabweisende Proteinausrüstung für fest installierte Heimtextilien

Um die Lebensdauer fest installierter Heimtextilien durch eine verringerte Anschmutzneigung zu verlängern, können diese Textilien mit schmutzabweisenden Ausrüstungen ausgestattet werden. Derzeit werden dafür üblicherweise Fluorcarbonverbindungen eingesetzt. Die Europäische Kommission gelangte jedoch zu der Auffassung, dass mit der Herstellung, der Verwendung oder dem Inverkehrbringen einiger Fluorcarbonverbindungen ein nicht hinnehmbares Risiko für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt verbunden ist und beschränkt daher die Verwendung dieser Verbindungen. Erzeugnisse, wie z.B. Heimtextilien, mit einer Konzentration > 25 ppb PFOA (Perfluoroctansäure) und ihren Salzen dürfen ab dem 04.07.2020 nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Hydrophobine sind eine besondere Klasse von stark oberflächenaktiven Proteinen. Diese Proteine werden auf natürlichem Wege von Pilzen gebildet. Die schmutzabweisende Wirkung der Hydrophobine wurde bereits in Vorgängerprojekten gezeigt.

Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, durch gezielte chemische und/oder molekularbiologische Modifikation der Hydrophobine eine Vernetzung und damit eine verbesserte Verankerung der Ausrüstung auf dem textilen Substrat zu erreichen. Es werden dabei diejenigen Modifikationen gesucht, die in einer Monolage möglichst stark auf den Textilien haften. Die Formulierung der Ausrüstung wird auf das Auftragsverfahren abgestimmt. Mit einer schmutzabweisenden Ausrüstung kann die Nutzungsdauer fest installierter Heimtextilien durch ein verbessertes optisches Erscheinungsbild deutlich verlängert werden. Diese Ausrüstung leistet somit einen großen Beitrag zur Forderung nach nachhaltigem Ressourceneinsatz.

Das IGF-Vorhaben "PPfit - Permanente schmutzabweisende Proteinausrüstung für fest installierte Heimtextilien" 19649 BG/1 der Forschungs­vereinigung Forschungs­kuratorium Textil e.V., Reinhardtstraße 12 - 14, 10117 Berlin wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundes­tages gefördert.

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